Mein Bild sagt mehr als deine Worte

Buch Cover zu Mein Bild sagt mehr als deine Worte

Evan ist allein. Seine beste Freundin Ariel ist nicht mehr da und Evan fühlt sich schuldig. Eines Tages konfrontiert ihn jemand mit anonymen Fotos Bilder, die dokumentieren, was er ihr angetan hat. Steht Evan kurz davor, den Verstand zu verlieren oder kann er endlich aufklären, was damals im Wald wirklich geschah? Im engen Zusammenspiel mit Fotos von Jonathan Farmer erzählt David Levithan die Dreiecksgeschichte zwischen Evan, der manisch-depressiven Ariel und ihrem Freund Jack. Eine packende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verantwortung.

Altersempfehlung: 
14 Jahre und älter
Buchtitel: 
Mein Bild sagt mehr als deine Worte
Buchautor: 
Levithan, David
Verlag: 
Cbt
Preis: 
7,99 €
Seitenumfang: 
288 Seiten
Einband: 
Taschenbuch

Leseclub-Beiträge

Mein Bild sagt mehr als deine Worte

3

Bis jetzt habe ich erst sehr wenige Fotoromane gelesen, allerdings hat mich „Mein Bild sagt mehr als deine Worte“ auf verschiedene andere Bücher des gleichen Genres aufmerksam und neugierig gemacht.
Ausgewählt habe ich den Roman auf Grund des Autors. Ich habe bereits den Roman „Will &Will“ mit Freude gelesen, den David Levithan mit John Green, einem meiner Lieblingsautoren, verfasst hat und war deshalb gespannt, ob mich dieses Buch von ihm ebenfalls überzeugen kann.
Auch dieser Roman ist in enger Zusammenarbeit mit einer weiteren Person entstanden. Der Fotografen Jonathan Farmer versorgte Levithan regelmäßig mit Fotos, um welche der Autor eine sehr traurige Geschichte entwickelt hat.

Der Roman, ist ähnlich wie ein Tagebuch verfasst, in dem der Protagonist Evan dem Leser seine Gefühle schildert. Dabei geht es vor allem um die Beziehung zu seiner depressiven Freundin Ariel. Was genau Ariel so traurig macht und warum Evan solche Schuldgefühle plagen, als er immer wieder Fotos findet, die alle etwas mit Ariel zu tun haben, bleibt bis kurz vor dem Ende des Werkes unklar.

Die Einblicke die Evan dem Leser in sein Innerstes gibt, waren für mich über einen längeren Zeitraum undurchdringbar und verwirrend. Da die Geschichte erst zum Ende aufgedeckt wird und auch dort noch viele Fragen offen bleiben, war es für mich schwierig die Erinnerungen mit denen der Protagonist mich konfrontierte einzuordnen und zu beurteilen. Weiterhin schien Evan teilweise selbst durcheinander und einer Depression sehr nahe.

Die Idee einen Fotoroman zu verfassen hat mir insgesamt sehr gut gefallen, da ich erkannt habe, dass man eine Geschichte auch durch Bilder sehr gut erzählen kann. Mein größter Kritikpunkt, findet sich bei diesem Roman in den Gedankengängen von Evan, die für mich oft nicht nachvollziehbar waren.
Allerdings hat mir die Botschaft des Romans, seinen Freunden in schwierigen Situationen und Phasen des Lebens zu helfen und beizustehen, gut gefallen.
Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass „Mein Bild sagt mehr als deine Worte“ ein Werk ist, das man schwer mit „Will &Will“ vergleichen kann. Wenn ich mich aber zwischen den beiden Romanen entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich eher zu „Will &Will“ tendieren.