Pampa Blues

Buch Cover zu Pampa Blues

Der 16-jährige Ben sitzt in dem verschlafenen Nest Wingroden fest, wo es nicht viel mehr gibt als eine Tankstelle, den Baggersee und die schöne Friseuse Anna. Als der Visionär Maslow Nachrichten von einem UFO verbreitet, um den Ort in eine Pilgerstätte zu verwandeln, taucht Lena mit ihrer Kamera auf. Maslows Plan scheint zu funktionieren. Doch dann treibt das UFO in den Nachbarort ab, Polizei und Presse kommen wegen eines Mordverdachts, Lena ist gar keine Journalistin - und Ben ist verliebt. In seinem ersten Jugendbuch beschwört Rolf Lappert irgendwo in der Pampa eine Schicksalsgemeinschaft aus schrägen Figuren. Mitten darin: der Held Ben, der die Probleme meistern muss, die das Erwachsenwerden und die erste Liebe mit sich bringen.

Altersempfehlung: 
14 Jahre und älter
Buchtitel: 
Pampa Blues
Buchautor: 
Lappert, Rolf
Verlag: 
Hanser
Preis: 
14,90 €
Seitenumfang: 
251 Seiten
Einband: 
Taschenbuch

Leseclub-Beiträge

Pampa Blues

5

"Pampa Blues" ist ein sehr idyllischer Roman. Rolf Lappert hat einen sehr ausgefallenen Schreibstil, mit dem es die Geschichte von einem kleinen Dorf und ihren Bewohnern beschreibt. Ben sehnt sich nach der Großstadt und der großen weiten Welt, seinem großen Traum, nach Afrika zu fahren und die Orte zu besuchen, an denen sein Vater vor seinem Tod gearbeitet hat, steht nur sein Großvater im Weg, der auf die Hilfe von Ben angewiesen ist, da Bens Mutter sich nicht um ihn kümmern kann. Sie tingelt als Sängerin durch die Weltgeschichte. Trotzdem ist Ben nicht von den verrückten Ideen seines Freundes Maslow begeistert. Maslow möchte die Kleinstadt durch ein selbst gemachtes UFO wieder beleben und zu einem großen Touristenziel machen, was ihm später auch gelingt, obwohl es nicht so kommt, wie er es geplant hatte. Als dann zum Ende Leben in das verschlafene Dorf kommt, kann man sich sehr schön in die Dorfbewohner hineinversetzen und nachvollziehen warum sie so handeln, wie sie handeln.
Zu Beginn ist Ben noch sehr betrübt über sein Leben in der Pampa, aber man merkt wie sehr er und sein Großvater, mit der Hilfe von Lena, einer angeblichen Redakteurin, zusammenwachsen.
Der Autor zeigt wie schön auch das Leben in einem Kaff seinen kann, wenn die richtigen Menschen um einen herum leben, die einen unterstützen und für den anderen einstehen. Am liebsten würde man selber nach Wingroden fahren, um alle diese tollen Charaktere kennen zu lernen.