Was vom Sommer übrig ist

Buch Cover zu Was vom Sommer übrig ist

In diesem Sommer stimmt nichts für Louise. Die Eltern sind ihr noch fremder als sowieso schon und die Klassenkameraden auch, vor allem seit der Sache mit Paul. Und ihr eigentlich so guter Plan, den Job beim Ampelbäcker und das Zeitungsaustragen so einzurichten, dass sie die Fahrstunden schnell abhaken kann, scheitert in der Praxis kläglich. Vielleicht hätte sie zumindest ihrer Oma nicht noch versprechen sollen, auf ihren kurzatmigen Hund Bonnie aufzupassen.
Und dann ist da Jana, die mitten im Hochsommer auf einem Stromkasten sitzt und einen dieser kleinen, eingeschweißten Schokokuchen isst. Und die Louise auf einmal wie ein Schatten folgt, fast so, als erwarte sie von Louise, dass sie ihr zeigt, wie man lebt.
Tamara Bach ist in ihrem neuesten Buch so nah wie noch nie an ihren Figuren und erschafft mit genau gesetzten Worten eindrucksvolle Bilder. Und Menschen, die einen noch lange nach der Lektüre nicht loslassen.

Altersempfehlung: 
14 Jahre und älter
Buchtitel: 
Was vom Sommer übrig ist
Buchautor: 
Bach, Tamara
Verlag: 
Carlsen
Preis: 
12,90 €
Seitenumfang: 
144 Seiten
Einband: 
Hardcover

Leseclub-Beiträge

Was vom Sommer übrig ist

2

Dieses Buch hat mir nicht so gut gefallen, weil es kaum eine richtige Handlung hatte. Die zwei Hauptpersonen haben beide mit ihren Problemen zu kämpfen (Trennung der Eltern, kranker Bruder, zu wenig Geld, keine Unterstützung der Familie, etc.), die sie bei gemeinsamen Ausflügen vergessen. So können sie doch noch ausgelassen den Sommer genießen, zumindest für einige Stunden. Die Ansichten beider Mädchen werden in Ich-Form geschildert, was sich im ersten Moment als äußerst verwirrend erweist, da man nicht sofort weißt, welches der beiden Mädchen seine Geschichte gerade erläutert. Es wurden viele Monologe eingearbeitet, was einerseits gut ist, da man sich so besser in die Personen hineinversetzen kann und mit ihnen, seinen Gedanken nachhängen kann. Anderseits sind vor allem die Monologe der jüngeren der beiden Mädchen, Jana, unvollständig, nicht ausformuliert und somit nur sehr schlecht zu verstehen. Man könnte ihre Gedankengänge mit dem Text einer SMS vergleichen. Es verfälscht die Handlung, verdreht Tatsachen und lässt sich den Leser mehr fragen, ob das beabsichtigt war und nicht, was Jana und Luise als ­nächstes geschieht.
Gut finde ich, die traurigen und trotzdem sehr inspirierenden Schicksale der zwei Teenager, die sehr fantasievoll geschildert werden.
Insgesamt ist das Cover leider
vielversprechender, als das dahinter steckende Buch.