Lange lag dieses zuerst 1919 in den USA erschienene Buch nicht in deutscher Übersetzung vor, nun wurde der Text von Sherwood Anderson, auf dessen Könnerschaft sich etliche moderne amerikanische Autoren berufen, endlich neu übersetzt!
Stück für Stück, Charakter für Charakter erstellt Anderson hier das Bild eines in der amerikanischen Provinz liegenden fiktiven Städtchens. Da ist Alice, die seit Jahren auf die Rückkehr ihrer Jugendliebe aus der Großstadt wartet, die schöne Helen, in die sich viele Männer verlieben, oder der Lehrer Biddlebaum, der seine Hände zu verbergen versucht… Zusammengehalten werden alle Erzählstränge durch die Figur des George Willard,- der Lokalreporter Winesburgs muss Geschichten für seine Zeitung sammeln, und in der Zeitung wollen die Einwohner am liebsten über sich selber lesen, also vertrauen sie sich ihm an.
Dieses Buch ist kein Roman, sondern „eine Reihe Erzählungen aus dem Kleinstadtleben Ohios“, wie es der Untertitel erklärt. Doch alle Augenblickaufnahmen zusammen ergeben ein gewaltiges, präzises und sehr gut lesbares Porträt einer Kleinstadt, in der etliche erstaunliche Biografien gefangen gehalten werden. Klarsichtig, schlicht und schön: Ein Meisterwerk!
Aliide Tru, eine alte Frau, die auf einem einsamen estnischen Bauernhof lebt, findet in ihrem Garten ein junges Mädchen namens Zara, das dort Zuflucht vor ihren Zuhältern gefunden hat.
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